Duldung

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Definition: eine vorübergehende Aussetzung der Abschiebung trotz fehlendem Recht auf Aufenthalt

Wie man zitiert; zusätzliche Literatur vorschlagen

Ursprüngliche Erstellung: 20.03.2016; letzte Änderung: 04.06.2016

Wenn beispielsweise einem Asylbewerber in Deutschland das Asylrecht aufgrund fehlender Voraussetzungen verweigert wird, verliert er damit das Recht zum Aufenthalt im Land; er hat keine Aufenthaltsgestattung mehr, geschweige denn eine Aufenthaltserlaubnis. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass ihm unmittelbar eine Abschiebung droht; in bestimmten Fällen (siehe unten) wird ihm gemäß Aufenthaltsgesetz eine sogenannte Duldung für begrenzte Zeit ausgesprochen. Dies hat die folgenden Konsequenzen:

Bitte beachten Sie, dass wir die Richtigkeit aller gegebener Informationen nicht garantieren und keinerlei Beratung anbieten können. Bitte wenden Sie sich in solchen Dingen z. B. an die zuständigen Behörden und deren Internet-Seiten.

Die Duldung gilt für die dafür genannte Zeit und endet im Falle der freiwilligen Ausreise vorzeitig mit derselben.

Mögliche Gründe für eine Duldung

Der Grund für eine solche Duldung liegt in der Regel darin, dass eine Abschiebung vorläufig gar nicht möglich wäre. Einige Beispiele:

Eine sogenannte “Ermessensduldung” kann in Deutschland seit August 2015 auch erfolgen, wenn eine qualifizierte Berufsausbildung begonnen wurde, der Auszubildende noch unter 21 Jahren alt ist und nicht aus einem sicheren Herkunftsstaat stammt.

Häufig bleiben die genannten Gründe mit Ende der ursprünglichen Duldungszeit erhalten, sodass es zu einer Fortsetzung der Duldung für einen weiteren Zeitraum kommt. Bei einer fortgesetzten Erneuerung der Duldung spricht man auch von Kettenduldung. Es gibt hin und wieder Diskussionen über eine mögliche Bleiberechtsregelung für Ausländer, die für längere Zeit geduldet wurden und eine Arbeitsstelle gefunden haben.

Literatur

[1]Wikipedia-Artikel über Duldung

(Zusätzliche Literatur vorschlagen)

Siehe auch: Aufenthaltserlaubnis, Asylrecht